2014-06 – Elektro-Skateboard (Entwicklung und Prototyp)

Die Idee test:

Seit 2011 beschäftigt mich die Problematik des unmittelbaren Nahverkehrs in Ballungszentren. Größeren Strecken werden durch den öffentlichen Verkehr recht gut abgedeckt, es fehlt jedoch eine transportable Fortbewegungsmöglichkeit für die anschließende „letzte Meile“. Fahrräder sind zu Stoßzeiten in den Öffis leider nicht erlaubt und somit für weite Strecken zur Arbeit ungeeignet.

Nach reichlicher Überlegung welches meiner Fortbewegungsmittel aus meiner vormotorisierten Jugendzeit am meisten Spaß machte und zugleich am praktischten und billigsten war, kam ich zum Schluss:
es war mein Skateboard!

Entwicklungsarbeit:

Auf Basis meiner 3-jährigen Erfahrung als Elektro-Skateboard-Pilot mit einer zurückgelegten Wegstrecke von über 3.000km wurde das Vehikel permanent weiterentwickelt und verbessert.

Aktueller Stand (06-2014):

Spitzengeschwindigkeit: 35km/h
Reichweite: 20km
Leistung/Bremse: 800 W (1 PS)
Beschleunigung: 0 auf 35km/h in 4 Sek.
Akkus: 3x 12V 15Ah in Serie (36V)
Ladezeit: 4 Std.
Gewicht: 30kg

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Rückansicht

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Drei Ansichten

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Leistungsumfang:

* Übernahme der Elektronik-Komponenten aus einem kaufbaren Elektro-Skateboard
* Verbesserung der Achs-Konstruktion (Spiralfederung anstatt Gummi-Puffer im Drehgelenk)
* Umbau auf Sport-Kart-Reifen (KM-Leistung der Reifen ist 20x besser als die Originalbereifung)
* Motorhalterung und Übersetzung (größerer Umschlingungswinkel am Ritzel durch Spannrad)
* Deckbrett nach ergonomischen Gesichtspunkten verbessert und Durchfederung verbessert
* Konstruktion und Visualisierung

Realisierung:

Das Elektro-Skateboard ist seit 2011 im Einsatz und wird permanet weiter entwickelt.

 

Rechtliches:

Die österreichische Gesetzeslage hat sich bezüglich Sportgeräte im öffentlichen Raum seit 1968 nicht verändert (StVO § 88 „Spielen auf der Straße“ bzw. StVO §88.a „Der Rollschuh“).
Eine zusätzliche Motorisierung spielt bei einem Skateboard keine Rolle, ansonsten wäre ein ferngesteuertes Modellauto ebenso ein Fahrzeug und hätte am Gehsteig nichts verloren.

Wesentlich ist, dass ein Skateboard weder eine Lenkstange/Lenkrad hat, noch eine Sitzgelegenheit aufweist. Ohne diese Voraussetzungen kann ein Vehikel niemals einen Fahrzeugstatus erreichen (Ausnahme Segway PT). Eine Haftpflichtversicherung ist gesetzlich nicht erforderlich (Stichworte: Annahmefiktion und Kontrahierungszwang), eine allgemeine freiwillige Haftpflichtversicherung kann im Schadensfall aber hilfreich sein.